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Der Sonntag versprach viel Sonne und angenehme Temperaturen und ich wollte unbedingt nochmal eine schöne Wanderung machen. Im Netz fand ich den Talrundweg Kals und stieß beim Rest der Familie nicht auf Gegenwehr. Die Tour konnte man als .gpx downloaden und via Polar Flow auf meine V800 ziehen, sodass ich uns navigieren konnte.

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Also packte ich unsere Rucksäcke, füllte alle drei Trinkblasen und wir fuhren Richtung Kals. Es ging mal wieder bergauf, bis wir schließlich den anvisierten Parkplatz fanden und das Auto abstellten. Rucksäcke gesattelt und den Einstieg in den Wanderweg gesucht. Wir sind ja nun überhaupt nicht wandererfahren, noch nicht mal ein bißchen. Ich startete also den Track auf meiner Uhr und wir liefen zwei anderen hinterher, die ein Stück vor uns liefen und so aussahen, also hätten sie Ahnung.

Die Uhr vibrierte ständig, dass wir in verkehrter Richtung unterwegs seien - wir wollten aber erstmal schauen, ob der Einstieg in die Runde tatsächlich an gedachter Stelle zu finden ist. Dem war dann auch so und ich bestätigte anschließend die Frage, ob wir den Track in entgegengesetzter Richtung laufen wollten. Und schon war Ruhe. Und ich vom ersten Schritt an begeistert. Das erste Stück führte uns an einem typischen Gebirgsbach entlang mit klarem, blauen Wasser. Hammer. Leider kommt das auf Bildern nicht komplett rüber. Aber ihr könnt die Runde ja selbst einfach  mal drehen.

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Einmal auf dem richtigen Pfad, war das Folgen des Wanderweges selbst für uns ein Kinderspiel.

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An diesem glasklaren Teich machten wir schließlich Rast. An allen "ausgewiesenen" Rastplätzen gab es auch Trinkwasserbrunnen, an denen wir die Trinkblasen nachfüllen konnten. Das große Kind hatte seine schon recht bald leer und musste dennoch nicht verdursten. ;) Auf den regelmäßig wiederkehrenden Hinweistafeln sahen wir dann auch, dass die folgende ca. 2km lange Strecke wieder am derzeitigen Standort vorbei führt und ließen die kurzerhand weg. Es waren am Ende ja dennoch 17,4km.

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Ich meinte gelesen zu haben, dass die Strecke recht flach verlaufe, aber in der ersten Hälfte ging es permanent bergab, also musste es ja auch wieder hoch gehen. Und das tat es. Insgesamt 600m im Aufstieg. Für uns ja eigentlich kein Problem, aber der Mann war angeschlagen und da war es dann doch reichlich anstrengend. Aber irgendwann hatten wir den Punkt erreicht, an dem Umkehren wirklich blöd gewesen wäre und liefen einfach weiter.

Außerdem hätten wir sonst das "Highlight" der Tour verpaast - die 55m lange und 28m hohe Hängebrücke. Höhe und ich sind nicht wirklich kompatibel, ich hab daher die Familie vorgehen lassen und bin anschließend den Blick gerade nach vorn gerichtet und ohne langsamer zu werden auf die andere Seite.

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Und weil ich das hier heute schreiben kann, scheint die Brücke auch gehalten zu haben, ne. :)

Als wir schließlich wieder am Auto ankamen, stoppte ich meine Uhr bei 4:56:48h. Ich finde ja, das wäre ne (für meine Verhältnisse) richtig gute Marathonzeit und das wird daher auch mein Ziel in weniger als 8 Wochen in der Bundeshauptstadt. Schauen wir mal.

Auf jeden Fall war diese Wanderung wirklich schön und durchaus auch geeignet für Kinder. Nicht unbedingt für kleinere, aber unsere mit ihren 6 und 8 Jahren sind wirklich gut mitgekommen und haben eiskalt durchgezogen. Dafür schliefen sie dann im Auto, noch bevor wir den Ortsausgang von Kals erreicht hatten.